Diese Geschichte sorgte für Wirbel: Rund um den Deadline Day kam heraus, dass Eintracht Braunschweigs Sport-Geschäftsführer Opfer von Identitätsdiebstahl geworden ist.
Kriminelle versuchten im Namen von Benjamin Kessel an Geld zu kommen, machten Angebote für Spieler und forderten von Vereinen und Beratern einen Vorschuss für Medizinchecks oder Flugreisen. Nun enthüllt der Manager von Eintracht Braunschweig: Das Drama ist noch nicht vorbei.
Eintracht Braunschweig: Kriminelle Masche geht weiter
Enkeltricks und falsche Polizisten? Das ist diesen Ganoven eine Nummer zu klein. Seit Januar werden immer wieder Klubs und Agenten mit Offerten kontaktiert. Die kommen angeblich von Braunschweigs Sportchef Kessel und drehen sich um Transfers. In Wahrheit aber eigneten sich die Unbekannten nur dessen Identität an, um mit einer Betrugsmasche im großen Stil abzuräumen.
Bei „Sky“ hat der Kaderplaner nun tiefere Einblicke in die fiese Nummer gegeben. Dabei verrät er: Das Drama ist noch nicht vorbei. „Ich habe vermehrt Anrufe bekommen aus allen möglichen Ländern Europas. Skandinavien, Holland, Belgien, Polen, Russland. Vereine und Berater haben mich kontaktiert und gesagt, dass sie ein offizielles Angebot von uns bekommen haben. Mit meinem Namen, meinem Whatsapp-Bild“, erklärt er.
„Das ist ein nerviges Thema“
„Die Person wollte immer Geld haben für einen Medizincheck oder Flugreisen.“ Er kommunizierte dabei stets auf Englisch, spricht wohl kein Deutsch. „Die meisten haben Gott sei Dank meine Nummer, wussten direkt aufzuklären, dass es um Identitätsklau geht. Manche wussten es aber auch nicht. Ich hoffe, dass niemand darauf reingefallen ist.“
Auch nach Transferschluss lässt das Thema die Löwen nicht los. „Ich dachte eigentlich, dass es nach der Transferperiode aufhört. Hat es aber nicht“, verrät Kessel. „Wir haben das natürlich bei der DFL gemeldet, Anzeige bei der Polizei erstattet. Das ist ein nerviges Thema, auch für mich. Das braucht man nicht in der Transferperiode.“
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Noch konnten die Täter nicht erwischt werden. Einen kleinen Pluspunkt findet der Geschäftsführer von Eintracht Braunschweig aber selbst an dieser kriminellen Masche: „Zumindest kenne ich mittlerweile fast alle Berater in Europa. Bislang war das eher in Deutschland und den umliegenden Ländern so. Aber jetzt habe ich glaube ich jede einzelne Nummer jedes Vereins und Beraters.