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Eintracht Braunschweig: Fans kündigen Protest an – und reisen dafür ins Feindesland

Fans von Eintracht Braunschweig, die freiwillig nach Hannover reisen? Was hinter der Aktion steckt, liest du hier.

Eintracht Braunschweigs Fans rufen zum Protest auf.
© IMAGO/regios24

Hannover vs. Braunschweig: Ziemlich beste Feinde – daher kommt die Rivalität

In diesem Video erklären wir euch die Gründe der Rivalität beider Vereine in Niedersachsen.

Längst wirft das Niedersachsen-Derby seine Schatten voraus. Am 9. März treffen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 in der niedersächsischen Landeshauptstadt aufeinander. Doch ein Großteil der Fans wird fehlen!

Auf Geheiß der Polizei und des Innenministeriums wurde das Gästekontingent auch für das Rückspiel zwischen Hannover und Eintracht Braunschweig reduziert. Das will insbesondere die Fanszene nicht auf sich sitzen lassen und ruft zum Protest im Feindesland auf.

Eintracht Braunschweig: Protestmarsch geplant

Wenn ein Braunschweig-Fan freiwillig und als solcher erkennbar nach Hannover reist, dann muss schon einiges im Argen liegen. Aber genau das tut es nach Ansicht vieler Anhänger aktuell. Wegen wiederholter Ausschreitungen in den vergangenen Jahren setzten die Behörden im Hinspiel erstmals ein reduziertes Gästekontingent durch. Aus ihrer Sicht eine erfolgreiche Maßnahme, also gilt diese auch beim Wiedersehen in Hannover.

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Das wollen gerade die Ultras nicht mit sich machen lassen. Zuletzt kündigten sie bereits an, dem Derby gänzlich fernbleiben zu wollen (hier mehr dazu erfahren). Und trotzdem zieht es sie am Donnerstag (27. Februar) nach Hannover. Der Grund: Die Fans von Eintracht Braunschweig haben einen Protestmarsch geplant.

Das sind die Hintergründe

Dieser soll in Hannover um 17 Uhr beginnen. Als Treff- und Abfahrtspunkt nennt die „Blau-Gelbe-Hilfe“ den Braunschweiger Hauptbahnhof um 15.40 Uhr. Dort wolle man gemeinsam um 15.54 Uhr den Zug ins ungeliebte Hannover nehmen. Vom dortigen Hauptbahnhof sei ein Marsch vor das niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport geplant. Einen solchen Protestmarsch hatte es auch schon in der Hinrunde gegeben.

„Wie wir den Medien dieser Tage entnehmen können, hat das Landesinnenministerium und im besonderen Frau Behrens, den Fehler des letzten Derbys wiederholt“, schreibt Blau-Gelbe-Hilfe in ihrem Aufruf. Seitens des Innenministeriums habe es nicht wie versprochen einen Dialog gegeben, um das vergangene Derby zu reflektieren. Stattdessen sei das „Reduktion des Gästefankontigents per Verbotsverfügung knallhart angeordnet“ worden.


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Zudem seien Choreos verboten und die Restriktionen für Fanutensilien noch härter als im Hinspiel. „Was ist ein Derby ohne volles Stadion und ohne Choreo? Es ist kein Derby mehr, sondern ein Spiel wie jedes andere“, schreibt die „Blau-Gelbe-Hilfe“ und ruft alle Fans von Eintracht Braunschweig auf: „Wir müssen auf die Straße gehen und uns mit allen legalen Mitteln dagegen zur Wehr setzen, dass uns unser Derby […] zerstört wird.“