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Harz: Frau kann bei diesem Angebot nur mit dem Kopf schütteln – „Ist doch absurd“

Eine Frau wollte zusammen mit ihrem Hund Urlaub im Harz machen. Doch schon bei der Anreise erwartete sie eine böse Überraschung.

© IMAGO / Action Pictures

Das ist der Harz

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Eigentlich sollte es für eine Frau aus Berlin ein entspannter Urlaub im Harz werden. Doch die Planung machte den Trip schon zu einer Farce.

Statt sich auf die Tage im Harz entspannt freuen zu können, wartete auf die Berlinerin schon vorab eine böse Überraschung.

Frau möchte Urlaub im Harz machen

Der Hund ist bekanntlich der treuste Begleiter des Menschen. So sind auch Lisa Ströhlein aus Berlin und ihr Schäferhund-Mischling Pepper ein Herz und eine Seele. Doch als die beiden Urlaub im Harz machen wollten, wartete eine böse Überraschung auf sie. Wie die Berlinerin dem „Spiegel“ erzählt, wollte Lisa Ströhlein gemeinsam mit Freunden und drei Hunden mit der Bahn in das Mittelgebirge reisen. Doch das entpuppte sich schwerer als gedacht.

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„In Berlin und Brandenburg kann ich Pepper auf meinem Deutschlandticket kostenlos mitnehmen“, so die 37-Jährige zum „Spiegel“. Doch für den Harz gelten hier andere Regeln: „Für jeden Hund hätten wir für Hin- und Rückfahrt insgesamt 50 Euro bezahlen müssen.“ Fast so viel, wie das Deutschlandticket pro Monat kostet. „Das ist doch absurd, wenn man bedenkt, was man dafür bekommt“, findet Ströhlein. Schließlich bekommen die Fellnasen ja auch keine eigenen Sitze, sondern müssen es sich an den Füßen der Besitzer bequem machen.

Tarif-Dschungel im Nahverkehr

Was für manche wie eine Randnotiz klingt, betrifft Millionen von Hundebesitzern in Deutschland. Und nicht nur diejenigen, die Urlaub im Harz machen wollen. Laut Industrieverband Heimtierbedarf gibt es hierzulande 10,5 Millionen Hunde – und deren Transport in der Bahn gestaltet sich als teures und kompliziertes Abenteuer. Während kleine Tiere in Transportboxen gratis mitfahren, kostet ein Ticket für große Hunde im Fernverkehr satte 50 Prozent des Normalpreises. Ein Beispiel: Eine Fahrt von Hamburg nach Frankfurt kostet 142,40 Euro für den Menschen – und 71,20 Euro für den Hund, berichtet der „Spiegel“.


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Im Nahverkehr geht der Tarif-Dschungel weiter: In Berlin, Brandenburg und München fahren Hunde kostenlos, in NRW ebenfalls. Doch in anderen Regionen wie dem Harz wird es kompliziert: Zusatztickets, spezielle „Bausteine“ oder komplett unterschiedliche Regelungen je nach Verkehrsverbund machen Bahnfahren mit Hund zur Herausforderung, so im „Spiegel“ weiter.

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Das Bundesverkehrsministerium hält sich bedeckt. Auf „Spiegel“-Nachfrage gibt es keine inhaltliche Stellungnahme, die Preisgestaltung sei Sache der Bahn. Auch die Deutsche Bahn bleibt vage und verweist lediglich auf bestehende Regelungen. Warum Hundefahrkarten so teuer sind? Keine Antwort. Lisa Ströhlein hat sich mit ihren Freunden trotzdem entschieden, in den Harz zu fahren – mit dem Zug. „Nützt ja alles nichts“, sagt sie. „Im Auto wäre es zwar billiger, aber noch mal deutlich enger.“