„Bares für Rares“-Legende Walter ‚Waldi‘ Lehnertz ist nicht nur Antiquitäten-Händler aus Leidenschaft, nein, der 58-Jährige ist gleichzeitig auch Künstler. Man denke nur an den schlumpfigen Erdenball, den er für seinen Kollegen Julian Schmitz-Avila gebaut hat (hier die ganze Geschichte).
Und so sieht der erfahrene „Bares für Rares“-Händler natürlich sofort, wenn in die ZDF-Sendung ein Kunstwerk gebracht wird, bei dem sich das Aufhübschen lohnt. So wie der Druck von Günther Uecker, den ein Ehepaar einst zu „Bares für Rares“ gebracht hatte, und den Experte Colmar Schultz-Goltz auf gerade einmal 550 bis 700 Euro taxiert hatte.
„Bares für Rares“-Händler Waldi kauft echten Uecker zum doppelten Schätzpreis
Ein Schätzpreis, der im Händlerraum rasch pulverisiert wurde. Besonders Waldi hatte einen Narren an dem Bild mit den Nägeln gefunden, steigerte den Preis bis auf 1.400 Euro und konnte so den Zuschlag bekommen. Wohlwissend, dass er mit ein paar Handgriffen noch deutlich mehr für das limitierte Kunstwerk verlangen könne.

Und so holte sich der Mann aus der Eifel Hilfe von einem Rahmenbauer und einem Graffiti-Künstler. Die nämlich gestalteten in Zusammenarbeit mit Waldi einen Rahmen, der Elemente des Bildes aufgriff und dem Kunstwerk noch einmal ganz neues Leben einhauchte. Ein neues Leben, dass sich auch im Kaufpreis widerspiegeln sollte.
So bekommt Steffen zwar eine kleine Provision, wie Waldi versprach, dennoch könnte sich die Arbeit bezahlt machen. 1.400 hat mich das Bild gekostet, 200 Euro Material, und unter 2.200 werde ich es auf keinen Fall verkaufen, weil es ja von drei Künstlern gemacht worden ist, das ganze Objekt. Und das ist super“, freute sich Lehnertz. Na, da sind wir ja mal gespannt, ob Waldi für seine ganz eigene Uecker-Interpretation auch dementsprechend entlohnt wird.