Die mögliche Abschaffung des Bargelds ist für viele Menschen – besonders in Deutschland – ein sehr emotional aufgeladenes Thema. Viele wollen ihre Münzen im Geldbeutel behalten und nicht darauf angewiesen sein, mit Karte oder Smartphone zu bezahlen. Das Thema kommt trotzdem immer wieder auf den Tisch. Daher spricht jetzt ein Experte der Sparkasse Klartext.
Seine Worte lassen Bargeld-Befürworter aufhorchen. Könnte es sein, dass das Kleingeld bald ganz abgeschafft wird? Die Meinung des Sparkassen-Chefs ist ziemlich eindeutig und wird vielen nicht passen.
Abschaffung von Kleingeld? Chef der Sparkasse spricht Klartext
Bargeld-Fans sind sich sicher: Münzen und Scheine im Portemonnaie bieten einen deutlich besseren Überblick über die eigenen Finanzen. Zudem ist man bei der Bargeldzahlung nicht so durchschaubar wie bei der Kartenzahlung. Trotzdem sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache: Bargeldnutzung ist rückläufig, digitale Zahlvorgänge mit Karte oder Smartphone steigen enorm an. Das gibt auch der Vorstandschef der Sparkasse Rhein-Maas, Wilfried Röth, gegenüber der „Rheinischen Post“ zu bedenken. Er spricht von deutlich über 90 Prozent beim Zahlen mit Karte. Das liegt sicher auch an den jungen Menschen, die immer weniger am Bargeld interessiert sind, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen (wir berichteten).
Den Vorstoß der Bundesbank die Ein- und Zwei-Cent-Münzen gänzlich abzuschaffen, begrüßt Röth daher. Er ist zumindest für seine Region sicher: „Der Niederrheiner kennt das Auf- und Abrunden.“ Und er macht auch deutlich, dass sich das am Ende immer ausgleichen würde.
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Volkswirtschaftlich macht es keinen Sinn
Der Chef der Sparkasse erklärt weiter, dass auch die Herstellung dieser kleinen Münzen volkswirtschaftlich unsinnig sei. Die Logistik beschreibt er als „extrem aufwendig“.
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Er führt als Beispiel die Weltsparwoche an. Bei dem Geld, das die Kunden dabei zur Sparkasse bringen, kommen Tonnen an Kleingeld zusammen. Da wäre dann „die Entsorgung der Münze fast teurer als der Nennwert“. Ob die Ein- und Zwei-Cent-Münzen demnächst wirklich der Vergangenheit angehören, wird sich noch zeigen.
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