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Kaufland-Skandal: Kurz nach RTL-Ausstrahlung erreicht Kunden die Nachricht – erste Konsequenzen!

Nach der RTL-Doku des „Team Wallraff“ steht Kaufland stark in der Kritik. Nun hat das Unternehmen reagiert – aber auch die Kunden…

© IMAGO/Pond5 Images

Kaufland: Die Erfolgsgeschichte der Supermarktkette

Die Lebensmittel-Einzelhandelskette Kaufland wurde 1968 gegründet und hat seinen Hauptsitzt im baden-württembergisch Neckarsulm. In diesem Video stellen wir dir das Unternehmen vor.

Am Donnerstagabend (3. April 2025) sorgten ekel- und besorgniserregende Bilder aus Kaufland-Filialen für Entsetzen bei den RTL-Zuschauern. Bei 48 der 50 vom „Team Wallraff – Reporter Undercover“ untersuchten Märkte wurden teils gravierende und gesundheitsgefährdende Hygienemängel festgestellt.

Besonders schlimm waren die Missstände in einer Kaufland-Filiale in Homburg und Bad Tölz. Die Supermarkt-Kette wendete sich kurz nach der TV-Ausstrahlung mit einer klaren Nachricht an die Kunden. Es wurden bereits erste Konsequenzen gezogen – auf beiden Seiten!

Kaufland zieht nach RTL-Enthüllung Konsequenzen

Mit weit aufgerissenen Augen saßen am Donnerstagabend wohl viele Kaufland-Kunden vor dem Fernseher als sie die ekelerregenden Bilder aus manchen Filialen sahen. In einer Filiale im saarländischen Bad Homburg wurde ein klares Nagerproblem aufgedeckt. Eine Undercover-Reporterin schleuste sich als getarnte Mitarbeiterin ein und entdeckte Mäusekot in der Backwarenabteilung. Im bayrischen Bad Tölz waren die Zustände fast noch schlimmer, dort sollte die verdeckte Journalistin unter anderem in einer Frischetheke bewusst verschimmelten Käse verkaufen (weitere Einzelheiten zu den Missständen gibt es hier).

Kaufland hat inzwischen reagiert und es rollten erste Köpfe. In den beiden genannten Märkten sei bereits die Führung ausgetauscht worden, wie das Unternehmen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. „Die Darstellungen in dem Bericht entsprechen in keiner Weise unseren strengen Vorgaben im Umgang mit Lebensmitteln sowie für Sauberkeit und Hygiene”, heißt es. Zudem sei ein Großteil der Mängel bereits vor der Berichterstattung beseitigt worden.

Kaufland erklärt sich im Netz

Doch das ist noch nicht alles: Der X-Account von Kaufland wurde plötzlich deaktiviert. Kam es womöglich zu heftigen Reaktionen auf dem Social-Media-Kanal. Immerhin existiert der Facebook-Kanal noch und hier richtete sich die Supermarkt-Kette kurz nach der RTL-Ausstrahlung direkt an die Kunden.

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„Was wir heute Abend gesehen haben, ist absolut nicht hinnehmbar. Die Kunden erwarten etwas anderes von Kaufland. Und das zu Recht. Wenn es um Sauberkeit und Hygiene geht, haben wir sehr strenge Regeln und klare Kontrollen. Warum diese in den gezeigten Fällen nicht gegriffen haben, prüfen wir sehr sorgfältig. Eines ist klar: Unsere Kunden müssen sich auf Kaufland verlassen können“, heißt es in dem Statement.

Viele Kaufland-Kunden ziehen nach den Bildern ebenfalls einen radikalen Schlussstrich. „Ich habe es gerade gesehen und setze so schnell keinen Fuß mehr in eure Läden“, „Nie mehr Käse & Fleisch bei Kaufland!“ oder „Einfach nur noch eklig. Werde in Zukunft da nicht mehr kaufen gehen“, heißt es vielfach. Andere kündigen an, dass sie zumindest beim nächsten Mal selbst auch genauer hinsehen werden.



Kunden reagieren eindeutig

Doch bei all der Kritik gibt es auch zahlreiche Verbraucher, die der Supermarktkette weiterhin die Treue halten und andere Erfahrungsberichte teilen. Hier ein paar Reaktionen:

  • „Bei uns im Kaufland habe ich sowas noch nie gesehen. Wenn was war, haben wir es Mitarbeitern gezeigt und es wurde sofort umgehend beseitigt.“
  • „Kann man nicht über einen Kamm scheren. Es gibt auch sehr gut geführte und saubere Filialen.“
  • „Das traurige ist eher, dass jetzt selbst die guten Filialen mit in den Dreck gezogen wurden.“
  • „Unser Kaufland ist sauber und ich bin zufrieden.“

Ob die „Wallraff-Recherche“ Kaufland wirklich Kunden kosten wird, wird sich wohl noch zeigen. Klar ist, dass die aufgedeckten Missstände bei den Hygienestandards zeitnah behoben werden sollten.