Der Urlaub auf Mallorca so wie ihn die Deutschen in den vergangenen Jahren kannten, ist Geschichte. Das ist zumindest die knallharte Ansage vonseiten der Balearen-Regierung und der Polizei, wenn es um den Ballermann geht.
Zusammen wurde am Freitag (4. April) am Balneario 7, also direkt an der Station der Policia Local, ein Sicherheitskonzept vorgestellt. Auf Touristen kommen im Urlaub auf Mallorca heftige Maßnahmen und eine strenge Überwachung zu.
Urlaub auf Mallorca bald streng überwacht
Schon lange ist den Einheimischen der Massen- und insbesondere der Sauftourismus an der Playa de Palma ein Dorn im Auge. Von Seiten der Balearen-Regierung wurden 30 Jahre lang immer wieder Versprechen gemacht, die jedoch nie eingehalten wurden. Aber nun will die Stadt Palma hart durchgreifen. Nach Angaben von Bürgermeister Jaime Martínez Llabrés werden 25 Prozent des Budgets in die Sicherheit fließen.
Im Detail bedeutet das, dass täglich drei Patrouillen im acht Stunden Takt 24/7 an der Playa auf- und abgehen werden, um auf Einhaltung der Regeln zu achten. Diese wurden 2025 abermals angepasst – es drohen saftige Bußgelder! Die Standpunkte und Routen der Beamten wechseln wöchentlich. Insgesamt werden 275 Polizisten eingesetzt – bisher waren es zwischen 90 und 150. Zudem wurden acht neue Fahrzeuge angeschafft.

Kameras rund um die Schinkenstraße
Doch das ist noch nicht alles: Drohnen sollen für Verbrechens- und Suffbekämpfung eingesetzt werden. Zudem soll die bekannte Schinkenstraße, wo zahlreiche illegale Straßenverkäufer jährlich versuchen ihre Fake-Ware an die Leute zu bringen, bevor diese in den Partytempel Bierkönig spazieren, videoüberwacht werden. Die Kameras sind bereits installiert. Beginn der Maßnahmen ist am 17. April und andauern sollen sie bis Ende November. Also quasi die komplette Ballermann-Saison.
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Ansässige Gastronome und Hotel-Chefs befürworten die Maßnahmen. „Wir werden eine neue Playa erleben“, ist sich Pedro Marin, der Chef des Hotelverbandes sicher. Der Inhaber des beliebten Lokals „Sommerland“ und der ehemalige Manager des Megaparks Carlos Lucio meint: „Diese Maßnahmen sind überfällig. Endlich gibt es ein gutes Sicherheitskonzept.“ Ob die Touristen auch so positiv reagieren?