Die Familie des russischen Präsidenten Wladimir Putin ist seit jeher ein streng gehütetes Geheimnis. Während sein öffentliches Auftreten Stärke und Härte symbolisiert, bleibt sein Privatleben hinter verschlossenen Türen verborgen. Besonders die Existenz zweier angeblicher Söhne Putins wirft Fragen auf – und ihre Lebensumstände sorgen für Aufsehen.
Angeblich sollen die beiden Söhne Wladimir (9) und Iwan (5) in Putins Residenz in Waldai aufwachsen, abgeschottet von der Außenwelt, wie nun der „Stern“ berichtet. Ihr Alltag soll durch ein Heer aus Kindermädchen, Privatköchen, Lehrern und Offizieren der Präsidentenwache geprägt. Von Gleichaltrigen isoliert, erleben sie demnach eine Kindheit in einem goldenen Käfig, fernab normaler sozialer Kontakte. Öffentliche Bilder der Jungen gibt es keine, und nur wenige Details dringen an die Öffentlichkeit.
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Putin pflegt abgeschirmtes Luxusleben
Im Gegensatz zu den geheimen Söhnen wuchsen Putins Töchter aus erster Ehe deutlich bodenständiger auf. Marija und Jekaterina lebten in einem Mehrfamilienhaus in Dresden, während ihr Vater als KGB-Agent tätig war. Putin selbst sagte damals: „Wir kamen ja aus Russland, wo an allen Ecken und Enden Mangel herrschte, und hier gab es nun alles in Hülle und Fülle.“ Diese persönlichen Geständnisse stammen aus dem Buch „Aus erster Hand“, das im Jahre 2000 erschien.
Seine Töchter besuchten die Schule wie andere Kinder auch und waren nicht von Personal umgeben, das ihren Alltag strukturierte. Diese Diskrepanz zwischen den Lebensrealitäten der Söhne und Töchter von Wladimir Putin wirft Fragen auf: Warum werden die Jungen so extrem abgeschirmt? Sie stammen aus seiner mutmaßlichen zweiten Ehe mit der Ex-Sportlerin Alina Maratowna Kabajewa. Sie ist mit 41 Jahren deutlich jünger als Putin und gerade mal drei Jahre älter als seine erste Tochter.
Die Isolation des männlichen Putin-Nachwuchs hat ihren Preis: Berichten zufolge haben sie kaum Kontakt zu Gleichaltrigen und verbringen ihre Freizeit in einem stark überwachten Umfeld. Während andere Kinder ziemlich unabhängig ihre Freizeit genießen, reisen die Brüder in gepanzerten Zügen zum Schwarzen Meer, um mit ihrem Vater Eishockey zu spielen – in einer eigens eingerichteten Halle.
Eine Kindheit im goldenen Käfig
Wladimir Putin propagiert öffentlich traditionelle Familienwerte und stellt Russland als Hort der Moral dar, derweil scheint die Realität seiner eigenen Familie davon abzuweichen. Die Söhne wachsen in einer abgeschotteten Welt auf, die wenig Raum für persönliche Entfaltung und soziale Bindungen lässt. Ihr Alltag gleicht eher dem Leben von Prinzen in einem modernen Märchen als einer normalen Kindheit.
Inmitten dieser abgeschotteten Welt stellt sich die Frage, wie sich die Söhne Putins entwickeln werden. Werden sie den strengen Regeln folgen, die ihr Vater ihnen vorgibt, oder eines Tages aus dem goldenen Käfig ausbrechen?
Während Putin die Öffentlichkeit über sein Familienleben weitestgehend im Dunkeln lässt, bleiben die beiden Jungen eine Art modernes Mysterium – unnahbar, verborgen und dennoch im Fokus des Interesses.