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Trump macht sich lächerlich: Immer mehr absurde Details fliegen auf

Kann man diese US-Regierung noch ernst nehmen? Neue Details beim Zölle-Hammer von Trump wecken Zweifel daran.

© IMAGO / ZUMA Pressdraht, IMAGO / Ralph Peters (Fotomontage)

Trumps neue Strafzölle: Das droht Deutschland und der EU

US-Präsident Donald Trump hat ein neues umfassendes Zollpaket unterzeichnet. Betroffen sind die ganze Welt aber vor allem die EU und China. Was jetzt droht, erfährst du im Video.

Es wird immer absurder mit den Mega-Zöllen von Trump. Nun sind zwei verrückte Details bekannt geworden. Sie wecken noch mehr Zweifel, wie planvoll und durchdacht das Handeln der US-Regierung tatsächlich ist. Zumindest sind sie aber ziemlich peinlich für den Mann im Weißen Haus.

So wird eine Insel mit Zöllen bestraft, auf der nur Pinguine leben. Und auch manche Rechnung ist mehr als nur haarsträubend.

+++ Mehr zu den Trump-Zöllen im Newsblog +++

Zölle für Pinguine und Robben?

Trump verhängt laut der offiziellen Liste der US-Regierung Importzölle von 10 Prozent für die Heard- und McDonald-Inseln. Sie befinden sich im australischen Außengebiet. Problem an der Sache: Es wohnt kein einziger Mensch auf dieser Inselgruppe. Dafür allerdings unter anderem Königspinguine und Robben.

Ähnliches gilt für das Britische Territorium im Indischen Ozean. Die meisten Menschen, die dort wohnen, sind auf dem US-Militärstützpunkt Diego Garcia stationiert. Also eigene Staatsbürger Trumps. Peinlich!

+++ Auch spannend: Trump-Zölle: Entsetzen in Deutschland – „Vollkatastrophe“, „1930er sind zurück“ +++

Trump schadet eigenen Konsumenten in den USA am meisten

Ziemlich unlogisch sind auch die immensen neuen Zölle unter andere für Vietnam (46 Prozent). Viele US-Firmen wie Nike lassen dort Sportkleidung produzieren. Die Zeche zahlen letztlich also die US-Konsumenten mit höheren Preisen für T-Shirts oder Turnschuhe.

+++ Interessant: Putin: Sein größtes Familiengeheimnis – die Söhne des Kreml-Chefs +++

Hanebüchene Rechnung

Wie der US-Journalist James Surowiecki ausgerechnet hat, kommen zudem die seltsamen Zahlen, die Trump präsentierte, auf eine verquere Weise zustande. Der US-Präsident behauptete etwa, dass Indonesien selbst 64 Prozent Zölle gegenüber den USA erheben würde. Bei der EU kam er auf 39 Prozent, bei Vietnam auf 90 Prozent. Diese Zahlen erschienen gleich höchst fragwürdig.


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Offenbar hat die US-Regierung das jeweilige Handelsbilanzdefizit in Milliarden US-Dollar durch den Exportwarenwert dieses Landes geteilt.

Ein Rechenbeispiel von Surowiecki macht es klarer. Mit Indonesien hatte die USA im Jahr 2024 ein Handelsdefizit von knapp 18 Milliarden US-Dollar. Exportiert wurden von Indonesien aus Waren im Wert von 28 Milliarden US-Dollar in die USA. Das Defizit geteilt durch den Exportwert ergibt 64 Prozent. Es sind aber nicht 64 Prozent Zölle, die Indonesien erhebt! Diese Rechnung ist also Unsinn. Gegenüber der „Zeit“ sagt Galina Kolev-Schaefer, Ökonomin am Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW), dazu: „Das ist aus dem Nichts gegriffen und willkürlich.“