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Wegen Trump: Gabriel flirtet mit Kanada – „Würde es Kanadiern anbieten“

Der von Trump forcierte Handelskrieg treibt Kanada in die Arme der EU. Der frühere SPD-Chef ist hiervon alles andere als abgeneigt.

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Trumps neue Strafzölle: Das droht Deutschland und der EU

US-Präsident Donald Trump hat ein neues umfassendes Zollpaket unterzeichnet. Betroffen sind die ganze Welt aber vor allem die EU und China. Was jetzt droht, erfährst du im Video.

Die Zölle von Donald Trump sorgen auf internationaler Bühne für Unmut. Dieser ist so groß, dass die weiteren absurden Vorstellungen des Republikaners beinahe in Vergessenheit geraten. Hierzu zählt nicht nur das Bestreben, Grönland unter seine Kontrolle zu bringen. Der US-Präsident möchte auch Kanada in die USA eingliedern. In Ottawa ist man erzürnt und streckt seine Fühler in Richtung der EU aus.

Kanada war eines der ersten Länder, welches Trump mit Zöllen abgestraft hat. Die Regierung um Mark Carney, welcher vor Kurzem Justin Trudeau abgelöst hat, hat umgehend Gegenzölle veranlasst. Ein langfristiger Handelskrieg zwischen den beiden Nationen scheint sich anzubahnen.

Trump: Handelskrieg treibt Kanada in Arme der EU

Angesichts dieser Entwicklung ist man in Kanada bestrebt, die Beziehungen zur EU zu intensiveren. Spekuliert wird mit neuen Handelsabkommen, aber auch die Gerüchte um eine Aufnahme in das Bündnis halten sich hartnäckig. Eine Umfrage von „Abacus Data“ aus dem Februar zeigt, dass 44 Prozent der Kanadier einen Anschluss befürworten würden.

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Sigmar Gabriel, früherer Chef der SPD, spricht sich im Interview mit dem Bremer WESER-KURIER jetzt für ein solches Vorhaben aus. „Ich würde den Kanadiern anbieten, Mitglied der Europäischen Union zu werden. Das wäre wahrscheinlich das Sinnvollste. Vielleicht nicht voll integriert wie alle anderen, aber vielleicht teilweise“, so der Vorsitzende der Atlantik-Brücke.


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In den Statuten der Europäischen Union heißt es, dass potenzielle Mitglieder auf dem europäischen Kontinent liegen müssen. Diese Bedingung erfüllt Kanada bekanntermaßen nicht. Für Gabriel steht allerdings außer Frage, dass man sich gegen den aktuellen Trump-Kurs wehren muss. „Das geht natürlich gar nicht zusammen, sondern da muss man als Europa dagegenhalten“, so der 65-Jährige mit Blick auf die Annexionsvorhaben von Trump.