Ein Parkplatz vor einer „Trinkgut“-Filiale in Salzgitter sorgt für Ärger. Der Grund: Unstimmigkeiten in der Parkraumbewirtschaftung. Eine Fahrschule berichtet darüber, dass Fahrschulautos teilweise länger registriert werden, als sie tatsächlich dort stehen.
Jetzt bleibt die Fahrschule auf den Kosten sitzen. Aber was hat es mit diesen Unstimmigkeiten auf sich? News38 hat nachgeforscht.
Salzgitter: Parkschild sorgt für Verwirrung
„Erfassung der Parkdauer per Videokennzeichnung“ – so steht es groß auf dem Parkschild des Parkplatzes der „Trinkgut”-Filiale in Salzgitter-Lebenstedt geschrieben. Die Höchstparkdauer betrage eine Stunde – bei Überschreiten falle eine Vertragsstrafe von mindestens 29,90 Euro an. Wie lange ein Auto wirklich auf dem Parkplatz stehe, soll eine spezielle Video-Kennzeichenerkennung erfassen. Und genau da liegt das Problem. Denn das System scheint nicht ganz fehlerfrei zu sein. Das sieht zumindest Frank Zocher von der Fahrschule Zocher so.
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„Die Fahrlehrer, die dort kurz halten – vielleicht zehn Minuten oder eine halbe Stunde – kriegen laufend Tickets“, sagt er. Und das, obwohl sie die Höchstparkdauer damit nicht erreicht haben. Seine Vermutung: Die automatische Kennzeichenerfassung der Firma „FairParken“ registriere zwar das Einfahren der Fahrzeuge korrekt, aber nicht immer das Ausfahren. Das führe dazu, dass die Fahrschule immer wieder Rechnungen bekommt, die für sie keinen Sinn ergeben. „Absolut laienhaft“, findet Zocher. Aber wie kann das passieren?

„Irrtümliche Erfassungen“
Laut „FairParken“ gibt es dafür eine logische Erklärung. „In einigen Fällen verlassen Fahrschulfahrzeuge die Einfahrt rückwärts, was aufgrund dieser atypischen Bewegungsabläufe zu irrtümlichen Erfassungen durch das kamerabasierte System führen kann“, erklärt die Firma auf Anfrage von News38.
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Solch ein Ereignis wie in Salzgitter sei nicht üblich. „Es handelt sich hierbei um Ausnahmesituationen, die bislang in jedem Einzelfall nachvollziehbar geklärt und korrigiert werden konnten“, schreibt die Firma. Wer Unstimmigkeiten bei der tatsächlichen Parkdauer vermute, könne sich immer an den Kundenservice wenden. Eine individuelle Prüfung sei möglich, verspricht das Unternehmen.