Es sollte nur ein kleiner Heimat-Besuch werden. Vielleicht ein bisschen die Werbetrommel rühren für eine Rückkehr der Formel 1 nach Thailand. Doch was Alexander Albon sah, als er aus dem Flieger stieg, verschlug ihm komplett die Sprache.
Durcheinander, Angst, Panik – in seinem Heimatland war nichts wie sonst. Was der Williams-Pilot zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Kurz vor seiner Landung war die Region von einem heftigen Erdbeben erschüttert worden. Nun berichtet der Fahrer der Formel 1 von seiner Erfahrung.
Formel 1: Albon erlebt beängstigende Szenen
Vor dem dritten GP der noch jungen Saison in Suzuka schaute Albon kurz zuhause vorbei. Am Donnerstag flog er in sein Geburtsland Thailand. Nicht nur aus Spaß. Auch ein Besuch bei Premierministerin Paetongtarn Shinawatra stand auf dem Plan. Schon länger gilt Bangkok als heißer Anwärter auf ein Rennen der Königsklasse (hier mehr). Dafür will natürlich auch der größte Motorsport-Star des Landes die Werbetrommel rühren.
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Doch der Heimatbesuch verkam schnell zur Nebensache. Bereits beim Aussteigen aus dem Flieger bemerkte Alex Albon: Hier stimmt etwas nicht. „Als ich ankam, war es wie Alarmstufe rot, alle total in Panik“, berichtet der Williams-Pilot in einer Medienrunde. „Ich dachte nur: Was geht hier ab? Es war fast surreal, weil ich kein Datenvolumen auf meinem Handy hatte. Ich konnte nur die Leute in Panik sehen und wusste nicht, was los war. Es war beängstigend.“
„Überall waren Risse“
Schnell erfuhr er: Nur Minuten vor seiner Landung war die Region von einem heftigen Erdbeben der Stärke 7,7 erschüttert worden. Nachbarland Myanmar traf es besonders hart, doch auch Thailand wurde schwer erwischt. Über 3.000 Todesopfer forderte die Naturkatastrophe. „Ich bin 30 Minuten, nachdem es passiert ist, gelandet. Unser Hotelzimmer wurde wirklich schwer beschädigt, überall waren Risse. Ich bin nur überrascht, dass die meisten Gebäude stehen geblieben sind. Es war ein bisschen beängstigend.“
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Die Rettungs- und Aufbauarbeiten dauern weiter an. Albon aber musste nach seinem kurzen Besuch wieder zur Arbeit. Der Grand Prix von Japan wartet in der Formel 1 – schon am Freitag stehen traditionell die ersten Trainings-Sessions an.