Zwei VW-Töchter brauchen einen neuen Chef.
Nach fünf Jahren ist Schluss: Der bisherige Boss Wayne Griffiths verlässt überraschend die spanischen VW-Marken Seat und Cupra.
VW-Töchter verlieren Chef
Der 59-Jährige hat den Konzern mit sofortiger Wirkung verlassen, hieß es am Montag (31. März) aus Spanien. Offiziell geht Griffiths auf eigenen Wunsch. Der Brite wolle sich neuen Herausforderungen widmen. Bis ein Nachfolger gefunden wird, soll Seat-Produktionsvorstand Markus Haupt kommissarisch die Leitung übernehmen. Griffiths war seit 2020 Chef der neuen Seat-Schwestermarke Cupra, die er aufgebaut hatte. 2021 hatte er zusätzlich den Chefposten bei Seat übernommen. Begonnen hatte der Brite seine Karriere 1989 bei Audi in Ingolstadt. Nach 26 Jahren macht er jetzt also Schluss mit VW.
+++ VW-Tochter voller Sorge! Chef zeichnet ein dunkles Bild von der Zukunft +++
Zuletzt hatte er mit Sorgen auf die Zukunft der spanischen VW-Töchter geblickt. Im Zusammenhang mit den EU-Sonderzöllen für in China gebaute Fahrzeuge warnte Griffiths vor dem Wegfall von 1.500 Arbeitsplätzen in Europa. Seit vergangenem Oktober erhebt die EU Zusatzzölle auf in China gefertigte Elektroautos – für den in China gebauten Cupra Tavascan sind es 20,7 Prozent. Sollte der Zusatzzoll nicht wegfallen oder reduziert werden, werde Seat den Verlustbringer aus der Modellpalette streichen müssen, sagte Griffiths. Der Brite wurde noch sogar noch deutlicher: „Wenn Cupra in Gefahr ist, ist Seat in Gefahr“, warnte er.
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Zu seinem Abschied gab es noch Lobeshymnen aus Wolfsburg: „Wayne Griffiths hat beim Aufbau der Marke Cupra und der Restrukturierung des Unternehmens einen großartigen Job gemacht“, sagte VW-Markenchef Thomas Schäfer, der im Konzernvorstand auch für die gesamte Volumengruppe des Konzerns verantwortlich ist. (mit dpa)