Nach dem Zoll-Schock aus den USA muss sich VW erstmal schütteln – und neu sortieren.
Fakt ist: Die Trump-Zölle kommen für VW zur Unzeit. Denn die Situation im Volkswagen Konzern ist wegen der momentanen Krise eh schon extrem angespannt. Umso wichtiger ist es jetzt, irgendwie Ruhe zu bewahren…
VW nimmt Entscheidung „zur Kenntnis“
Auf News38-Anfrage bleibt ein Konzernsprecher auch weitestgehend diplomatisch und wiederholt einige Aussagen aus der Vorwoche, die jetzt Realitität geworden sind. Volkswagen habe die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Zölle in Höhe von 25 Prozent für alle Importe von Autos und leichten Nutzfahrzeugen in die Vereinigten Staaten zu erheben, „zur Kenntnis genommen“, hieß es am Donnerstag (3. April) aus Wolfsburg.
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Der Konzern verfolge die weitere Entwicklung aufmerksam und werde die möglichen Auswirkungen unter anderem auf die Lieferketten und sein Produktionsnetzwerk intern umfassend bewerten. Zu weiteren Aspekten, wie den möglichen Auswirkungen auf Preise, Produktion oder Absatz und Co. äußere sich der Konzern derzeit nicht, sagte der Sprecher.
„Negative Folgen für Wachstum und Wohlstand“
Aber VW teile die Einschätzung der meisten Experten, dass US-Zölle und etwaige Gegenzölle negative Folgen für Wachstum und Wohlstand in den USA und anderen Wirtschaftsräumen haben werden. „Die gesamte Automobil-Industrie sowie die weltweiten Zulieferketten und -betriebe und auch Kundinnen sowie Kunden werden die negativen Konsequenzen zu tragen haben“, sagte der Sprecher. VW werbe aber nach wie vor für einen regelbasierten Warenaustausch, offene Märkte und stabile Handelsbeziehungen. „Diese sind essenziell für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft und insbesondere für die Automobilbranche.“
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Gleichzeitig setze VW darauf, dass konstruktive Gespräche zwischen den Handelspartnern geführt werden, um Planungssicherheit und wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten sowie einen Handelskonflikt zu vermeiden. Schließlich seien die USA für den Volkswagen Konzern ein wichtiger Markt. „Wir haben in jüngster Zeit mehr als 14 Milliarden Dollar in den Markt investiert, unterstützen Tausende von gut bezahlten Arbeitsplätzen und tragen zu Wohlstand und Wachstum bei“, sagte der Sprecher zu News38.
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Auch die IG Metall hat sich inzwischen zu den Hammer-Zöllen aus den USA: „Der Trump’sche Zollwahnsinn birgt das Potenzial eines signifikanten wirtschaftlichen Schadens für die Europäische Union“, sagte Bezirksleiter Thorsten Gröger. In Niedersachsen seien die die Automobil-Industrie und der Maschinenbau als tragende Wirtschafts-Säulen natürlich besonders betroffen. Dennoch müsse man jetzt besonnen agieren und verhandeln, um keinen Handelskrieg zu starten.

„Hier ist Präzision dem Gießkannenprinzip vorzuziehen. Ein Handelskrieg kennt keine Sieger – weder auf europäischer noch auf transatlantischer Seite. Es stehen immense Warenströme auf dem Spiel, deren Störung Wohlstandsverluste in nicht zu unterschätzendem Ausmaß nach sich ziehen würde“, sagte Gröger.