Donald Trump hat die Zoll-Bombe platzen lassen! Der US-Präsident hatte am Mittwoch Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Auto-Einfuhren aus dem Ausland angekündigt. Die Zölle sollen für alle Autos gelten, die nicht in den USA produziert wurden. Die Auswirkungen der US-Handelspolitik betreffen auch VW.
Die Entscheidung aus Washington setzt VW offenbar jetzt unter Zugzwang. Der Konzern muss auf die neuen Bedingungen reagieren, ohne vorschnell strategische Optionen aus der Hand zu geben.
VW: Zurückhaltung aus Wolfsburg
In Wolfsburg herrscht noch am Donnerstagmorgen (3. April) gespannte Zurückhaltung (HIER mehr lesen). VW habe die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Zölle in Höhe von 25 Prozent für alle Importe von Autos und leichten Nutzfahrzeugen in die Vereinigten Staaten zu erheben, „zur Kenntnis genommen“, heißt es. Der Konzern verfolge die weitere Entwicklung aufmerksam und werde die möglichen Auswirkungen unter anderem auf die Lieferketten und sein Produktionsnetzwerk intern umfassend bewerten. Weitestgehend diplomatisch.
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Gleichzeitig bezieht der Konzern klar Stellung zur erwarteten Wirkung: „Die gesamte Automobil-Industrie sowie die weltweiten Zulieferketten und -betriebe und auch Kundinnen sowie Kunden werden die negativen Konsequenzen zu tragen haben“, so der Sprecher.
VW: Reaktion aus den USA
Am Donnerstagabend hört man aus den USA schon ganz andere Töne: Laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ hat VW vorübergehend die Auslieferung von Fahrzeugen aus mexikanischen Werken in die USA gestoppt. Betroffen sind auch europäische Modelle, die in amerikanischen Häfen zurückgehalten werden. Eine konkrete Zeitangabe für die Wiederaufnahme gibt es nicht.
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Zudem kündigt VW an, künftig auf betroffene Fahrzeuge in den US-Autohäusern einen „Importzuschlag“ auszuweisen. Wie hoch dieser Aufschlag sein soll und ab wann er gilt, ist derzeit offen. Auch die VW-Töchter Porsche und Audi könnten in Zukunft betroffen sein. Sie verfügen nicht über eine eigene Fertigung in den USA und müssen deswegen ihr gesamtes Volumen importieren. Beide Unternehmen hatten in den vergangenen Wochen angekündigt, höhere Preise zu prüfen, um die Zollrisiken auszugleichen.